CO₂-Entnahme in Deutschland: Potenziale und Perspektiven

Ein aktueller Report von Sweco Finland und Carbon Gap analysiert im Rahmen des Carbon Removal Readiness Assessment (CRRA) Projektes, Deutschlands Potenzial zur großskaligen CO₂-Entnahme. Mit dem Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 und netto-negativen Emissionen ab 2050 steht Deutschland vor einer Herausforderung die nur durch Emissionsreduktionen und den gezielten Ausbau von Carbon Dioxide Removal (CDR) möglich wird.

Innerhalb der Bottom-up-Analyse wurde sowohl ein theoretisches als auch das realistische Potenzial Deutschlands zur Umsetzung verschiedener CDR-Methoden für 2035 und 2045 abgeschätzt. Das theoretische, jedoch unrealistische, CDR-Potenzial Deutschlands würde bei ~258 MtCO₂ pro Jahr bis 2045 liegen. Innerhalb der drei realistischen Szenarien (A) geringe Ambition, B) hohe Ambition mit Fokus auf Energieeffizienz, C) hohe Ambition mit reduziertem BECCS-Einsatz), könnte das Potential im besten Fall (C) bei ~95 MtCO₂ pro Jahr im Jahr 2045 liegen. Je nach Szenario liegt der Beitrag von Biochar im Jahr 2045 zwischen etwa 3 und 5 MtCO₂ pro Jahr (S. 57-60). 

Allgemein betont der Report außerdem, dass die meisten CDR-Methoden in Deutschland grundsätzlich umsetzbar sind. Ein Methodenmix ist sinnvoll zur Risikoverteilung, erfordert jedoch starke Koordination zwischen Staat und Wirtschaft. 

Biomassebasierte CDR-Methoden, wie Biochar Carbon Removal (BCR), sind in Deutschland besonders relevant, da große Mengen Restbiomasse verfügbar sind. 

Den vollständen Report finden Sie hier: Report on deploying carbon removal in Germany

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