Oktober 2026
Der Markt für dauerhafte CO₂-Entnahme (Carbon Dioxide Removal) entwickelt sich zunehmend weiter. Doch wie einfach ist es für Organisationen tatsächlich, CO₂-Entnahmezertifikate zu erwerben? Welche Herausforderungen bestehen beim Vergleich verschiedener Angebote und was ist nötig, damit CO₂-Entnahme in Zukunft einem breiteren Käuferkreis zugänglich wird?
Das Team „Ökologische Moderne“ des Zentrums Liberale Moderne (LibMod) hat einen interessanten Selbstversuch durchgeführt und selbst die Perspektive eines Käufers eingenommen. Mit einem Budget von rund 4.000 Euro wollte das Team dauerhafte CO₂-Entnahme erwerben und dabei einen Teil der eigenen Emissionen ausgleichen.
Der Versuch lieferte die überraschende Erkenntnis, dass nicht der eigentliche Kauf die Hürde war, sondern die Schritte davor. Insbesondere, der erste Schritt, die Ermittlung des eigenen CO₂-Fußabdrucks erwies sich aufgrund fehlender Daten und des hohen Bilanzierungsaufwands als schwierig. Daher entschied sich das Team, die Kaufmenge der Einfachheit halber zunächst am verfügbaren Budget auszurichten.
Am Ende fiel die Wahl auf ein deutsches Pflanzenkohleprojekt unseres Mitglieds CarStorCon, bei dem Kohlenstoff langfristig in Baumaterialien gespeichert wird. Insgesamt erwarb LibMod 19 Tonnen CO₂-Entnahme für 4.069,80 Euro. Der eigentliche Kauf verlief anschließend schnell und unkompliziert über den Webshop des Anbieters.
Der Selbstversuch zeigt deutlich, dass der eigentliche Kauf von CO₂-Entnahmezertifikaten bereits heute vergleichsweise unkompliziert ist. Für einen breiteren Markthochlauf braucht es daher einen einfacheren Zugang zu Emissionsdaten, transparentere und vergleichbare Angebote sowie niedrigere Einstiegshürden für kleinere Organisationen.
Zum vollständigen Erfahrungsbericht: Warum CO₂-Entnahme noch kein Massenmarkt ist: Ein Selbstversuch mit überraschendem Ergebnis